Programm

Weibliche Zukunftsentwürfe aus China — Ein Gespräch mit Science-Fiction-Autorin Regina Kanyu Wang

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Sonntag, 2. Oktober 2022, 19 Uhr
DAI Heidelberg

Das Meeresfrüchterestaurant ist die erste Kurzgeschichtensammlung der jungen Autorin Regina Kanyu Wang, die ins Deutsche übersetzt wurde. Die enthaltenen Erzählungen sind tiefgründig und verfolgen ein großes humanistisches Anliegen. Sie thematisieren die mit der zunehmenden Technologisierung einhergehenden Herausforderungen und die komplexen Entscheidungen, die Menschen angesichts des rasanten Wandels treffen müssen. Inspiriert sind Wangs Kurzgeschichten unter anderem von ihren zahlreichen Reisen in Europa und den USA. Ihre Werke überwinden oft die Grenzen zwischen den Genres, nähern sich der Realität durch die Fantastik und stellen ein Gleichgewicht zwischen wissenschaftlicher und emotionaler Logik her. Die Titelgeschichte liest sich zunächst wie eine nicht-fiktionale Erzählung und entwickelt sich allmählich zu einer Horrorgeschichte. Darin sucht die Protagonistin Zuflucht in der Ferne, findet jedoch in dem abgelegenen amerikanischen Städtchen Neuenglands erschreckende Ähnlichkeit zu ihrer Heimat. Es ist eine Erzählung vom Anderssein und der Stärke, in einer Welt zu sich selbst zu stehen, in der alle gleich sein möchten.


Lesung auf Deutsch: Dr. Nora Frisch

 

Veranstaltung auf Englisch. Lesung in deutscher und chinesischer Sprache

 

Workshop Asiatische Science-Fiction-Literatur und ihre Übersetzung

Sonntag, 2. Oktober 2022, 10 Uhr
CATS (Vossstr. 2, Gebäude 4130 Raum 010.00.01)

Am Sonntag, 2. Oktober findet ein Workshop zu Asiatischer Science Fiction Literatur statt. Teilnehmer sind die bekannte Übersetzerin Karin Betz, der Heyne Verlag Lektor Sebastian Pirling, der Indologe Hans Harder, sowie die ehemalige Leiterin des Buchinformationszentrum der Frankfurter Buchmesse in Peking Frau Jing Bartz sowie die Übersetzerin und Verlegerin Nora Frisch. Der Workshop findet auf dem CATS Campus statt und wird in Deutsch durchgeführt. Angesichts des explosionsartigen Anstiegs der nationalen und internationalen Leserschaft der (asiatischen) Science-Fiction-Literatur in den vergangenen Jahren, wird das breite Feld an gegenwärtigen Publikationen aus dem süd- und ostasiatischen Raum und die bereits vorliegenden deutschsprachigen Übersetzungen näher untersucht, die Herausforderungen während des Übersetzungsprozesses diskutiert und die Schwachstellen innerhalb des internationalen Science-Fiction-Buchmarktes aufgedeckt. Weitere Details zum Programm finden sie hier.

 

Lesung und Diskussion mit Shaheen Akhtar

Shaheen Akhtar

Freitag, 19. August 2022, 16.15
CATS Hörsaal (Voßstr. 2, Gebäude 4010, Raum 010.01.05)

Mit der Autorin Shaheen Akhtar aus Bangladesh fand am Freitag, den 19. August 2022 eine Lesung aus ihren Werken statt. Shaheen Akhtar ist eine bekannte Schriftstellerin ihres Landes die auf Bangla schreibt. 2004 gewann sie den "Prothom Alo Best Book Award" für ihren Roman Talaash, der von Ella Dutta unter dem Titel The Search ins Englische übersetzt und 2011 von Zubaan (Neu Delhi) veröffentlicht wurde. Für ihre literarischen Beiträge wurde Shaheen mit dem renommierten "Bangla Academy Award" (2015) ausgezeichnet. Im Jahr 2020 wurde sie mit dem 3. asiatischen Literaturpreis ausgezeichnet. Sie schreibt sowohl Romane als auch Kurzgeschichten. Shaheens Werke sind ins Englische, Deutsche und Koreanische übersetzt worden. Shaheen Akhtar wird selbst aus ihren Werken lesen, für das deutschsprachige Publikum werden die Passagen auf Deutsch ebenfalls gelesen. Bestandteil der Diskussion sind Fragen der Übersetzung von Romanen und Kurzgeschichten aus Bangla ins Englische und Deutsche. Die TRANSLASIEN-Veranstaltung fand in Kooperation mit dem SAI und dem Draupadi-Verlag, Heidelberg, statt.

Japanisch-Deutsche Lesung: Berlin um 2000 von Jun Kato

Berlin Um 200

Mittwoch, 3. August 2022, 18.30
Museum August Kestner, Hannover

Der autobiographisch-essayistische Erzählband Berlin um 2000 (deutscher Arbeitstitel) des Japanischen Autors Jun Kato ist nach mehreren Übersetzungen aus dem Deutschen und zahlreichen kürzeren Texten die erste Veröffentlichung in Buchlänge des 1972 geborenen Autors. In acht Kapiteln schildert Kato vor dem Hintergrund des Zeitgeschehens Begegnungen und Beziehungen mit Menschen in Berlin, von denen die meisten wie er aus anderen Ländern in die deutsche Hauptstadt gekommen sind.

Die Übersetzerin Anna Sanner (Hannover) ist Stipendiatin im Projekt TRANSLASIEN und hat sich mit Berlin um 2000 erfolgreich um die Förderung beworben. Erste Ergebnisse ihrer Übersetzungsarbeit werden nun während einer japanisch-deutschen Lesung im Kestner-Museum, Hannover, präsentiert. Anna Sanner wird dabei von Yoko Arisaka unterstützt, die die Passagen aus dem Original liest. [Link]

“Flimmernde Stimmen” - Japanische Gedichte der Gegenwart

Flimmernde Stimmen

Montag, 18. Juli 2022, 16-18h
CATS Hörsaal (Voßstr. 2, Gebäude 4010, Raum 010.01.05)

Im Rahmen des Projekts TRANSLASIEN findet eine Lesung mit japanischen Gedichten am CATS statt. Die Lesung gibt einen kleinen Einblick in die japanische Lyrik nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart.Vorgetragen werden das japanische Original und die deutsche Übersetzung der Gedichte von Nobuo und Isolde Ikeda, die seit vielen Jahren Lyriklesungen in Japan und im deutschsprachigen Raum veranstalten.Isolde Ikeda ist Stipendiatin im Projekt TRANSLASIEN, die vorgetragenen Übersetzungen stammen von ihr.

Sind die Texte zunächst noch oft von Kriegs- und Nachkriegserfahrungen geprägt, ist ihr Stimmenreichtum beeindruckend, und diese Vielfalt lyrischen Schaffens ist durchgehend bis zum heutigen Tag zu verfolgen. Auch im Japan der Gegenwart werden viele Gedichte geschrieben und gelesen, was sich an einer nicht unbedeutenden Anzahl von Lyrikzeitschriften zeigt. Die Melodiösität einer Sprache ist wohl nur in ihrer literarischen Ausformung voll und ganz zu vernehmen und in diesem Sinne lädt diese Lesung Sie dazu ein, sich von den mannigfaltigen, zu einem lyrischen Gebilde gewobenen Klängen der japanischen Gedichte verzaubern zu lassen.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 29.09.2022
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